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Themenbereiche des Interministeriellen Ausschusses für Geoinformationswesen

Krisen und Umweltbeobachtungen mit Sicherheit begegnen – Copernicus (zuvor GMES Global Monitoring for Environment and Security).

Mit der Einrichtung von Copernicus hat Europa die strategische Bedeutung der Erdbeobachtung und sein einschlägiges Wachstumspotential erkannt. Ziel von Copernicus ist es, auf nachhaltiger Grundlage verlässliche und aktuelle Informationen zu Umwelt- und Sicherheitsfragen den Entscheidungsträgern auf allen Verwaltungsebenen, aber auch der Bevölkerung bereitzustellen.

Copernicus nutzt vorhandene Erdbeobachtungssysteme und baut eine eigene europäische Erdbeobachtungsinfrastruktur (Sentinel-Satelliten) auf, um qualitativ hochwertige Dienste mit umfassenden, aktuellen und internationalen Informationen über den Zustand der Umwelt bereit zu stellen und vor allem deren Nachhaltigkeit zu garantieren. Der IMAGI beauftragte das heutige BMVI im Jahr 2011 mit der Entwicklung eines nationalen GMES -Maßnahmenprogramms, das den Empfehlungen des 1. Copernicus -Nutzerforums Rechnung trägt. Zentrale Inhalte des Maßnahmenprogramms sind Pilotprojekte, in denen Copernicus-Daten und -Dienste in der Aufgabenwahrnehmung einzelner Bundeseinrichtungen implementiert werden. Projektskizzen mit Aufwandsabschätzungen und der Darstellung potenzieller Kooperationen mit den Ländern dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung des Maßnahmenprogramms.
Es entstehen im Rahmen von Copernicus auch operationelle Erdbeobachtungsdienste. Diese werden zur permanenten Überwachung und nachhaltigen Bewirtschaftung der irdischen Ressourcen beitragen. Die Satellitenmissionen (Sentinels) ergänzen den Bedarf der Copernicus-Dienste dort, wo nationale Kapazitäten nicht bestehen oder nicht ausreichen. Mit Forschungsmitteln aus dem 6. und 7. Forschungsrahmenprogramm der EU sowie ESA Mitteln wurden aus diesen Satellitenmissionen vier prä-operationelle Kern-Dienste entwickelt:

  • Ein Notfall-Dienst zur Verbesserung der Reaktionsfähigkeit auf Katastrophen und Unterstützung von Rettungskräften in Europa und international, welcher vorwiegend satellitenbasierte Schadenskartierungen liefert,
  • ein Land-Dienst für EU-weit einheitliche und aktuelle Informationen über Landbedeckung und -nutzung sowie Veränderungen der Landoberfläche, z. B. für urbane Planung, Stadtentwicklung, Flächenversiegelung, Wasserverfügbarkeit und -qualität,
  • ein Meeres-Dienst für Informationen über den Zustand der Ozeane, Küstengebiete sowie für die Schifffahrt (z. B. Eisdienst) sowie
  • ein Atmosphären-Dienst für Informationen über die Zusammensetzung der Atmosphäre (Luftqualität, Konzentration von Treibhausgasen, Ozon) und Bedingungen für die Gewinnung erneuerbarer Energien.

Für die Bereiche Klima sowie Sicherheit werden derzeit weitere Dienste vorbereitet.
In Verbindung mit bestehenden Geodateninfrastrukturen werden so weitere effiziente und nachhaltige Entscheidungsgrundlagen für Land- und Meeresnutzung, Katastrophenschutz, Klima und Sicherheit geschaffen.

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