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Umsetzungsplan aus dem 3. Geo-Fortschrittsbericht

Der 3. Geo-Fortschrittsbericht benennt den notwendigen Handlungsbedarf für die Jahre 2012 bis 2016. Der Umsetzungsplan sieht 64 Maßnahmen vor. 39 Maßnahmen wurden bislang erfolgreich umgesetzt. 20 Maßnahmen befinden sich noch in Bearbeitung und werden zeitnah abgeschlossen. Im Folgenden werden die wesentlichen Meilensteinen dargestellt.

Tortendiagramm zum Umsetzungsstand der Maßnahmen aus dem 3. Geo-FortschrittsberichtBild vergrößern Umsetzungsstand der Maßnahmen aus dem 3. Geo-Fortschrittsbericht

1. Nationale Geoinformations-Strategie: gemeinsame Vision für 2025 entwickelt

Die zentrale Vorgabe aus dem 3. Geo-Fortschrittsbericht war die Aufstellung einer nationalen Geoinformations-Strategie (NGIS). In der NGIS sind drei wesentliche Grundsätze aufgeführt, die als Orientierung für zukünftige Aktivitäten aller Akteure dienen sollen:

Grafik zuden Grundsätzen der Nationalen Geoinformations-StrategieBild vergrößern Grundsätze der Nationalen Geoinformations-Strategie

Viele Maßnahmen aus dem 3. Geo-Fortschrittsbericht sind bereits erste Schritte zur Errei-chung einzelner Ziele der NGIS gewesen. Insbesondere gilt es aber weiterhin, Mehrwert durch offene Daten zu schaffen: Die Themen Open Data (vgl. Ziel 4.2 der NGIS) und Kosten- und Lizenzmodelle (vgl. Ziel 4 der NGIS) werden auch zukünftig wesentliche Diskussionspunkte sein. Dies gilt ebenfalls für die Handlungsbedarfe im Bereich der Qualität und Quantität des Geodatenangebotes, welches weiter am Nutzerbedürfnis auszubauen ist (vgl. Ziele 12 und 14 der NGIS).

2. Geodaten des Bundes sind kostenfrei verfügbar

Der Bund stellt seit 2012 seine Geodaten kostenfrei zur Nachnutzung zur Verfügung und hat damit in Deutschland eine Vorreiterrolle beim Thema Open Data eingenommen. Dank der Änderung des Geodatenzugangsgesetz (GeoZG) und der Nutzungsverordnung wird das in den Geodaten des Bundes liegende Wertschöpfungspotenzial aktiviert und Bürokratie abgebaut.

3. Positive Halbzeitbilanz bei der INSPIRE-Umsetzung

Mit der INSPIRE-Richtlinie (Richtlinie 2007/2/EG) haben sich die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, Geoinformationen grenz- und fachübergreifend über elektronische Netze bereitzustellen und hierfür jeweils eine nationale und hierauf gestützt eine europäische Geodateninfrastruktur mit interoperablen Daten und Diensten aufzubauen.
Deutschland ist auf einem guten Weg, die ehrgeizigen Ziele der INSPIRE-Richtlinie zu erreichen. So sind nahezu alle gemeldeten Datensätze und Dienste mit Metadaten beschrieben, sind fast vollständig über INSPIRE-Suchdienste zugänglich und können im zentralen Geoportal gefunden werden.
Alle drei Jahre berichten die Mitgliedstaaten zudem über den aktuellen Stand der INSPI-RE-Umsetzung an die Europäische Kommission. Der jüngste Bericht wurde 2016 veröffentlicht.

4. Copernicus als moderne Infrastruktur für Erdbeobachtung

Das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus schafft eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur für Erdbeobachtung und Dienstleistungen. Auf europäischer Ebene wurde die freie und offene Bereitstellung der Copernicus Daten vereinbart.
In allen Bereichen "Informieren, Abstimmen und Vernetzen, Befähigen und Begleiten sowie Bereitstellen" des unter Federführung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) entwickelten Nationale Copernicus Maßnahmenprogramm wurden große Fortschritte erzielt.

5. Einfacher Zugriff auf Fernerkundungsprodukte über ZKI-DE

Um allen Behörden der Bundesverwaltung einen schnellen und einfachen Zugriff auf aktuelle Fernerkundungsprodukte zu gewährleisten, schloss das BMI einen Rahmenvertrag (Laufzeit 2017 bis 2020) mit dem DLR (ZKI DE Service) ab. Der neue Rahmenvertrag berücksichtigt zudem eine Erweiterung des Nutzerkreises auf alle Ressorts der Bundesverwaltung und sieht eine sukzessive Übertragung der Aufgaben ans Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) vor.

6. Dienstleistungszentrum BKG als zentraler Ansprechpartner etabliert

Durch das im BKG betriebene Dienstleistungszentrum für Geoinformation und Geodäsie (DLZ) werden Geodaten für Verwaltungen, Wirtschaft, Wissenschaft, Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung gestellt. Bundesbehörden haben mit dem DLZ einen zentralen Ansprechpartner. Sie erhalten eine umfassende individuelle Beratung und Unterstützung bei der Anwendung von Daten und Online-Diensten.

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